AG Schulsanitätsdienst

AG Schulsanitätsdienst

Die Realschule hat seit dem Schuljahr 2008/2009 einen Schulsanitätsdienst. Die AG „Schulsanitätsdienst“ verfügt seitdem über etwa 15/16 Schüler, die in einem 16- stündigen Kurs durch den Malteser Hilfsdienst zum Ersthelfer qualifiziert werden. In der AG engagieren sich seit dem Schuljahr 2009/2010 Neunt- und Zehntklässler etwa je zur Hälfte. So ist gewährleistet, dass die Gruppe demnächst nur um neue Neuntklässler aufgefüllt werden muss. Aufgabe der Schulsanitäter ist, bei Verletzungen und Erkrankungen, die während der 1. und 2. Pause und in der Mittagspause auftreten, Erste Hilfe zu leisten, wie es nach den Möglichkeiten eines Ersthelfers umsetzbar ist. Die Schulsanitäter verfügen über eine „Sanitäts-Station“, die einer Pavillonklasse untergebracht ist. Die verletzten und erkrankten Schüler müssen sich demzufolge über einen Aufsicht führenden Lehrer Zugang zum Gebäude und damit Zugang zum Pavillon verschaffen. Im Bedarfsfall kommen die Schulsanitäter natürlich auch zum „Patienten“, wenn dies erforderlich ist (Ohnmacht, Überzuckerung, usw.) Zum Einsatz kommen die Schulsanitäter darüber hinaus bei Schul- bzw. Sportfesten.
Mit der Einrichtung des Schulsanitätsdienstes geht eine Entlastung von Schulsekretariat bzw. Lehrerkollegium einher, die sich bis dahin um verletzte und erkrankte „Pausen- Schüler“ gekümmert haben. Das Schulsekretariat wird sich allerdings weiterhin um jene Schüler kümmern, die während des Unterrichtes erkranken oder sich verletzten. Der Schulsanitätsdienst wird während des Unterrichtes nur in Extremfällen alarmiert. Die Mitgliedschaft in der Sanitäts-AG ist für die ausgewählten Schüler mit einigen positiven Aspekten verbunden:

  • Sie haben dabei die Verantwortung über ein Sanitäts-Zimmer, das eine Ausstattung hat, die weit über tausend Euro gekostet hat.
  • Nach einer erfolgten Versorgung dokumentieren sie im „Verbandsbuch“ ihren Einsatz. Daneben verwalten sie das Sanitätsmaterial.
  • Im Sanitäts-Zimmer sind sie in der Beurteilung von Verletzung und Erkrankung zunächst auf sich gestellt und müssen in vielen Fällen selbständig entscheiden.
  • In der Rückkopplung mit dem versorgten Schüler machen sie die Erfahrung, gebraucht zu werden und erlernte Fähigkeiten auch sinnvoll anzuwenden.
  • Durch die intensive Ausbildung werden die Schulsanitäter in die Lage versetzt, bei Notfallsituationen schnell und situationsangemessen zu helfen. Dabei mindert sich das Gefühl der Hilflosigkeit, das in solchen Situationen oft auftritt.
  • Die Schüler kommen in den Genuss einer für sie kostenlosen Ersten-Hilfe- Ausbildung, die sie innerhalb von zwei Jahren bei der Anmeldung zum Führerschein vorlegen können.
  • Ein Vermerk über die Mitarbeit in der Sanitäts-AG macht sich immer gut auf dem Zeugnis, wenn man dies einem potentiellen Arbeitgeber vorzeigen muss. Damit wird ihr soziales Engagement auch nach außen hin dokumentiert.
  • Schüler der Sanitäts-AG sind mit Genehmigung der Schulleitung berechtigt, während der Schulzeit ein stumm geschaltetes Handy dabei zu haben (s. Alarmierung im Notfall).
  • Die Sanitäts-AG ist eine sehr gute Grundlage für Mädchen und Jungen, die nach der Schule in einem medizinischen oder pflegerischen Beruf tätig sein wollen.
  • Die Anwendung des Gelernten wird in regelmäßigen AG-Stunden eingeübt, damit es in der Not- oder Bedarfssituation schnell verfügbar ist.

    Bei der Einrichtung des Schulsanitätsdienstes war die Stadt Eschweiler als Schulträger sehr behilflich. Bei der Beschaffung von Übungsmaterial haben in der Gründungszeit das DRK in Dürwiß und ortsansässige Firmen geholfen. Derzeit besteht eine enge Anbindung an den Malteser Hilfsdienst in Weisweiler, der die Ausbildung trägt und schon bei der Beschaffung diverser Ausrüstungsgegenstände geholfen hat.Verantwortlicher Lehrer für den Schulsanitätsdienst ist Herr Rudi Offer, der als Sportlehrer immer wieder einmal mit Verletzungen im Unterricht konfrontiert wird und im Verlauf seines Lebens bereits an vielen Schulungen teilgenommen hat.