Schulprofil

Allgemeines:

Das im Jahr 1960 errichtete Schulgebäude befindet sich in der Stadtmitte Eschweilers und ist von allen Ortsteilen her und auch von außerhalb sehr gut zu erreichen. Die Buslinien halten in unmittelbarer Nähe der Schule.

Schulgebäude:

Die Schule ist nach einem Erweiterungsbau im Jahre 1994 und einem Neubau im Jahre 2002 zu einer modernen fünf- bis sechszügigen Schule mit einem zeitgemäßem Raumprogramm ausgebaut worden. Im Schuljahr 2013/14 besuchen ca. 920 Schülerinnen und Schüler in 33 Klassen unsere Schule.

Unterrichtszeiten:

Unterrichtsbeginn: 7.45 Uhr.

Ende 6. Stunde: 12.55 Uhr.

Ende 8. Stunde: 15.10 Uhr

Am Samstag ist unterrichtsfrei.

Aufnahme:

Die Realschule kann von allen Schülerinnen und Schülern besucht werden, die die 4.Klasse der Grundschulen erfolgreich abgeschlossen haben und für die die Grundschule zu der Einschätzung gekommen sind,  dass die Kinder den Anforderungen der Realschule gewachsen sind  und die Eltern ihr Kind  dementsprechend  an dieser Schulform anmelden möchten. Seit dem Schuljahr 2011/12 werden Kinder mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten auch in integrativen Lerngruppen unter-
richtet.

Anmeldung:

Die Anmeldung erfolgt schriftlich im Sekretariat der Schule. Die aktuellen Anmeldezeiten können Sie dem Kalender entnehmen.

Beratung:

Nach telefonischer Voranmeldung berät Sie unsere Schulleitung jederzeit gerne.

Abschluss:

Die Realschule erteilt nach erfolgreichem Besuch der 10. Klasse den Mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife, FOS). Dieser Abschluss ermöglicht die Ausbildung für mittlere und gehobene Positionen in Verwaltung, Handwerk und Gewerbe, Industrie, Land- und Forstwirtschaft sowie für pflegerische, für soziale, für künstlerische und für hauswirtschaftliche Berufe. Darüber hinaus berechtigt der mittlere Bildungsabschluss zum Besuch einer Fachoberschule, wie z.B. der höheren Berufsfachschulen für Technik, Wirtschaft oder Hauswirtschaft,  und weiterer Berufs- oder Berufsfachschulen.

Bei Erreichen bestimmter Mindestleistungen wird der Mittlere Schulabschluss mit Qualifikationsvermerk erteilt. Dieser Abschluss berechtigt zusätzlich zum Besuch der Einführungsphase einer  gymnasialen Oberstufe, beim Vorliegen bestimmter Leis-
tungsmerkmale auch der Qualifikationsphase. Schülerinnen und Schüler mit diesem Abschluss können das Gymnasium, die Gesamtschule, die Höhere Berufsfachschule für Wirtschaft oder für Technik besuchen und dort die allgemeine Hochschulreife erwerben. Für Schülerinnen und Schüler, die das Ziel der Realschule nicht erreicht haben, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Gleichstellung zum Hauptschulabschluss nach Klasse 9 bzw. zum Sekundarstufen -I- Abschluss (Hauptschulabschluss nach Klasse 10 Typ A) ausgesprochen werden.

Arbeitsweise und Bildungsziele der Realschule

Die Realschule baut auf der 4. Klasse der Grundschule auf und führt in 6 Jahren zu einem gehobenen Bildungsabschluss. Die Realschule strebt dabei eine Zeit- und praxisnahe Grundbildung als Grundlage für alle nachfolgenden allgemein bildend und beruflichen Bildungsgänge an. Neben der Theorie spielt die unmittelbare Anwendung in Sprache, Mathematik und den Naturwissenschaften eine wesentliche Rolle, wobei großer Wert auf Selbstständigkeit und Experimentieren gelegt wird. Diese doppelseitige Ausbildung – fachtheoretisches Wissen gepaart mit praxisnaher, berufsbezogener Grundbildung – ermöglicht es dem Realschüler, gute Ausbildungsplätze in Handel, Handwerk, Gewerbe und Verwaltung zu erhalten wie auch ebenso (bei Vorliegen des entsprechenden Abschlusszeugnisse) erfolgreich eine gymnasiale Oberstufe zu besuchen.

Aufgrund ihrer Selbstauffassung hat die Gegenwarts- und Zukunftsorientierung an der Realschule einen hohen Stellenwert. Auch deshalb sollen sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Informations- und Kommunikationstechnologischen Grundbildung mit neuen Technologien vertraut machen.

Die Realschule Patternhof will aber nicht nur eine Bildung des Kopfes, sondern des ganzen Menschen. Deshalb misst sie dem Bereich der musischen Fächer eine wichtige Bedeutung zu. Nicht zuletzt versteht sie sich auch als ein Ort pädagogischer Arbeit und sozialen Lernens.

Schullaufbahn

1. Die Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6)

Nach der Aufnahme an der Realschule werden die Schülerinnen und Schüler während der Erprobungszeit in der 5. und 6. Klasse mit der Arbeitsweise an der Realschule vertraut gemacht. Die Klassen 5 und 6 zählen zur Erprobungsstufe und stellen eine pädagogische Einheit (ohne Versetzung) dar, in deren Verlauf sich die Schülerinnen und Schüler an das Fachlehrersystem gewöhnen sollen. Während der Erprobungszeit werden die Schülerinnen und Schüler intensiv von den Klassenleitungen betreut. Die Klassen- und Fachlehrer beobachten das Lern- und Arbeitsverhalten der Schülerinnen und Schüler und erörtern eventuell aufgetretene Lernschwierigkeiten in etwa vierteljährlich stattfindenden Erprobungsstufenkonferenzen. Dabei sind sie  bemüht, diese Schwierigkeiten so früh wie möglich zu diagnostizieren und Wege zu ihrer Überwindung aufzuzeigen bzw. einzuleiten. Sie arbeiten in dieser Zeit eng mit dem Elternhaus zusammen.  Die Entscheidung über den erfolgreichen Abschluss der Erprobungsstufe fällt die Versetzungskonferenz der Klasse 6.
Erst zu diesem Zeitpunkt wird endgültig entschieden, ob die Schülerin oder der Schüler den Anforderungen der Mittelstufe (Klasse 7 ) gewachsen sein wird. Seit Beginn des Schuljahres 2006/07 erhalten bereits  die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 Französischunterricht . Hierdurch sollen einerseits die Übergangsmöglichkeiten zwischen den Schulformen Real- und Gesamtschule sowie Gymnasium am Ende der Orientierungsstufe gesichert werden, andererseits trägt man der Tatsache Rechnung, dass ein Kind in jungen Jahren für das Lernen einer Fremdsprache am aufnahmefähigsten ist.

2. Die differenzierte Oberstufe (Klassen 7 bis 10)

2.1 Neigungsdifferenzierung

Ab Klasse 7wird eine Neigungsdifferenzierung durchgeführt. Aufgrund der vorliegenden Lernerfahrungen sowie der Aufgeschlossenheit für bestimmte Lernbereiche trifft der Schüler in Abstimmung mit dem Elternhaus und nach eingehender Beratung durch die Schule die Wahl für einen der an der Schule angebotenen Schwerpunktbereiche. Derzeit können unsere Schülerinnen und Schüler zwischen fremdsprachlichen, naturwissenschaftlich-technischen und sozialwissenschaftlichen Neigungsschwerpunkten entscheiden. Den gewählten Schwerpunkten ist ein Schwerpunktfach mit drei (Klassen 7 und 8) bzw. vier Wochenstunden (Klassen 9 und 10) zugeordnet. Dieses Fach stellt neben Deutsch, Mathematik und Englisch ein viertes Hauptfach dar. Die Neigungsdifferenzierung ist geeignet, den unterschiedlich ausgeprägten Lernfähigkeiten und Begabungsschwerpunkten der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden und den Schulerfolg zu verbessern. Kern der differenzierten Oberstufe ist eine verstärkte Individualisierung der Schullaufbahn. Alle Abschlüsse sind jedoch gleichwertig.

2.2 Wahlpflichtunterricht

Neben dem Neigungsschwerpunkt wählt jeder Schüler ab Klasse 9 ein zweistündiges Wahlpflichtfach aus dem breit gefächerten Angebot unserer Schule aus. Zur Zeit werden im Fach Deutsch Journalismus und Theater, im Fach Sport Handball, Fussball, Volleyball und Rückschlagspiele wie Squash und Badminton, in Mathematik Technisches Zeichnen, in Biologie Mikroskopieren, in Textilgestaltung Seidenmalerei und Maschinennähen, in Kunst Töpfern angeboten, aber auch Informatik und Hauswirtschaft.

2.3 Musisch-alternative Fächer

In allen Klassen haben die Schülerinnen und Schüler 2 Stunden Musik oder Kunst bzw. Textilgestaltung.

2.4 Berufswahlvorbereitung und Betriebspraktikum

Die Entscheidung der Schülerinnen und Schüler über ihren zukünftigen Ausbildungsweg nach dem Ende der Schulzeit wird auf vielfältige Art und Weise bereits ab Klasse 5 aufbauend vorbereitet. Dazu gehören u.a. Betriebserkundigungen, Testtraining, Besuche des Berufsinformationszentrums.

Ein wesentliches Element der Berufswahlvorbereitung ist das dreiwöchige gelenkte Schülerbetriebspraktikum, das in der Klasse 9 durchgeführt wird. Während der Praktikumszeit erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Erfahrungen in verschiedenen Betrieben des Eschweiler Raumes zu sammeln. Die Lehrer betreuen und unterstützen die Schülerinnen und Schüler in den Betrieben. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich in dieser Zeit verstärkt mit den Problemen der Arbeitswelt und werten ihre Betriebserfahrungen im Zusammenarbeit mit dem zuständigen Lehrer aus. Die gewonnen Einsichten stellen eine lebensnahe Entscheidungshilfe für den angestrebten Beruf dar.

Zusätzliche Lernangebote und Veranstaltungen

Für die Klassen 5 und 6 findet Förderunterricht in Deutsch, Englisch oder Mathematik statt. Zusätzlich sind für lese-rechtschreibschwache Schülerinnen und Schüler in den Klassen 5 und 6 entsprechende Kurse eingerichtet. Viele Schülerinnen und Schüler singen in unserem Schulchor mit, musizieren in unserer Schulband oder nehmen an unserer Instrumentalgruppe teil. Ebenso erfreuen sich unsere Musikabende gro߸er Beliebtheit. Unsere Schulfeste und „Tage der offenen Tür“ sind für unsere Schülerinnen und Schüler eine wertvolle Bereicherung des Schullebens. Neben eintägigen Ausflügen finden in den Klassenstufen 6, 8 und 10 mehrtägige Klassenfahrten zu Zielen im In- und Ausland statt.